Freitag, 11. April 2008

Meer in Sicht

Hola

Nach den vielen Staedten zog es mich wieder mal zum Verweilen ans Meer. Doch so leicht war dies gar nicht. Ich musste zuerst nach Puebla fahren, wo ich dann feststellte, dass ich von dort aus nicht an den Pazifik komme. So habe ich mich kurzfristig fuer Veracruz, das am Golf von Mexiko liegt, entschieden. Kurzfristig war es, denn der Bus ging fuenf Minuten, nach dem ich das Billet gekauft hatte, und da Puebla einen grossen Busbahnhof hat, war da ziemliche Eile angesagt.
Nun logiere ich seit drei Tagen in einem Hotel in Boca Rio, an der Periferie von Veracruz, gleich am Meer. Das Hotel existiert schon viele Jahre und vermittelt ein wenig einen Hauch von Nostalgie zu Zeiten der Titanic.

Die Stadt Veracruz ist fuer mich auch nach einer Stadtrundfahrt keine Schoenheit. Doch es ist spannend dem Treiben am Hafen zuzuschauen.

Bis bald
Christina

Ueberraschung in Oaxaca

Hola

Geraedert kam ich am Sonntag frueh um sechs Uhr in Oaxaca an und obwohl ich ein kleines, schoenes Hotel fand, ging es nach einer Dusche gleich auf Entdeckungstour. Zu entdecken gibt es in dieser Stadt einige Sehenswuerdigkeiten, doch die Ueberraschung erlebte ich vor einer Kirche als ich eine Wiedersehen mit Maritxu hatte. Sie ist Franzoesin, wohnte in der gleichen Familie in Playa del Carmen und ist nun fuer einen Monat in Oaxaca. So kam ich zu Gesellschaft und vor allem lernte ich durch sie und einen Einheimischen ein paar gemuetliche Beizen kennen, wo man angenehm den Abend verbringen kann. Oaxaca ist eine Stadt, wo es ruhig zu und her geht und die viele schoene Cafes oder kleine Restaurants zu bieten hat.
Und die Stadt steht am Nachmittag unter einer drueckender Hitze. Da kein Meer in Sicht ist, hiess es fuer mich ab ins kuehle Hotelzimmer und Siesta einlegen.

Am zweiten Tag machte ich einen Ausflug nach Monta Alban, das weisser Berg heisst. Da muesst ihr euch vorstellen, dass da mal Siedler auf die Idee kamen, die Kuppe des Berges abzutragen und auf der entstandenen Plattform eine riesige Staette zu errichten. Es ist nicht nur die Anlage gigantisch sondern auch die Aussicht. Dort liess es sich gut Koenig, Priester oder was auch immer sein.

Haste luego
Christina

Samstag, 5. April 2008

Schöne, erlebnissreiche Tage in San Cristobal de las Casas

Hola

Schon bin ich den dritten Tag hier in über 2000 Meter Höhe und hatte viele schöne Eindrücke. Gestern machte ich eine geführte Tour zum Cañon del Sumidero. Da war ich doch das erste mal fast Zahn an Zahn mit einem Krokodil. Zum Glück sass ich in einem Boot. Es war imposant auf dem Fluss durch die hohen Felswände zu fahren. Die heilige Maria fehlte auch nicht und hatte in einer Nische an einem Felsen ihren Platz gefunden.

Apropos Heiligkeiten. Heute machte ich einen Ausflug nach Zincantan und anschliessend nach San Juan Chamula. Dies sind zwei Indigena-Dörfer in der Nähe von Can Cristobal. In beiden Dörfern muss man zuerst als Tourist einen Betrag bezahlen damit man das Dorf und vor allem auch die Kirche besuchen darf.
In Zincantana besuchten wir drei Frauen, die sich der Weberei widmen und uns dies gleich demonstrierten. Anschliessend wurden wir in ihrer Küche eingeladen, wo sie über dem offenen Feuer frische Tortillas backten. Wir durften dann gleich welche kosten. Mmmmmmmh, war echt lecker!
Mit wir sind übrigens noch eine Dänin mit ihrer Tochter und der Führer gemeint. Wir waren also eine kleine Gruppe. Cesar, der Führer, erzählte uns viele interessante Informationen über die Gegend und die Indigenas hier.

San Juan Chamula erlebte ich einen sehr eindrücklichen Besuch. Die Menschen dort zeigen Touristen eine sehr reservierte Haltung, und es ist zum Beispiel strengstens Verboten Fotos von Einhimischen zu machen. Anscheinend soll man bei einem Versuch mit seinem Leben büssen...
Die Attraktion dieses Dorfes ist die Kirche, die einmalig in ihrer Art ist. Von aussen ist sie eine Kirche, wie jede andere auch, doch drinnen erwartet den Besucher eine andere Welt. Grosse Schaukästen mit Heiligen sind an den Wänden aufgestellt. Da gibt es zum Beispiel einen San Sebastian Mejor und einen San Sebastian Menor. Viele mehr sind es noch und alle werden im Dorf gefeiert. Meistens beginnt das Festen schon Tage vor der eigentlichen Feier. Da verwundert es nicht, dass viele dort ein Alkoholproblem haben....
Der Kirchenboden ist mit Piniennadeln ausgestreut, was einen feinen Duft gibt und überall, aber wirklich überall sind Kerzen; auf Tischen, auf dem Boden.
In San Juan Chamula gibt es viele Schamanen, die in der Kirche ihre Rituale abhalten. Da sieht man eine Gruppe von Indigenas umgeben von einem Schaman, der vor einem Heiligen einen Singsang abhält. Zum Ritual gehört, dass die Beteiligten ein Huhn oder Eier, Coca-Cola und den Likör "Busch" mitbringen. Den Likör trinken sogar die Kinder. Und warum Coca-Cola? Bei Coca- Cola kann man so wunderbar rülpsen, und das weckt anscheinend den Spirit vom heiligen San Juan!
Die Vollkskrankheit Nummer 1 in Mexico ist übrigens Diabetes. Da nützt dann jegliche Heiligkeit nicht mehr....

Heute, am frühen Abend geht es mit dem Bus weiter nach Oaxaca. Die Reise geht durch die Nacht und ich bin gespannt, wie erholt ich ankommen werde.

Viele farbige Grüsse
Christina

Donnerstag, 3. April 2008

Von Palenque nach San Cristobal de las Casas

Hola

In meinem Reiseführer steht, dass die Stadt Palenque nicht sehenswert ist. Stimmt, nicht einmal der Hauptplatz zeigt was her. Doch ich fand die Stadt den Hit! Vorgestern schlenderte ich durch die Strassen und Gassen der Stadt und genoss das Treiben der Stadt. Da werden neben Büchsen noch lebende Küken verkauft. Neben Autopneus findet man noch Bettgestelle und immer wieder kommt Rauch aus einer Ecke, weil was auf dem offenen Grill "gebrutzelt" wird. Irgendwie ein farbiges, lebhaftes Durcheinander, das doch seine Ordnung hat.
Nach Stunden genoss ich dann den Nachmittag am Pool und konnte dabei beobachten, wie ein Affe über den Mangobaum des Hotels kletterte.

Gestern hiess es dann wieder einmal mehr Treppen rauf, Treppen runter. Ich machte ein Tour zu der archeologischen Zone von Palenque, und es traf mich das zweite Mal mit Italiener zusammen. Leider war es dieses mal nicht so lustig, wie mit der letzten Gruppe.
Habt ihr gewusst, dass die Mayas aus Gründen der Schönheit ihre Kopfform verformt haben, in dem sie den Kopf eines Babys zwischen zwei Holzlatten geklemmt haben...?!? Es wurde also schon zu dieser Zeit unsinnige (meiner Meinung nach) Schönheitsmethoden gepflegt.

Nach den vielen Treppensteigen war dann Erholung bei einem Wasserfall, namens Misol-Ha angesagt. Ich hatte dort vor allem nur eines; nämlich Hunger!
Weiter ging es anschliessend zu "Agua Azul", wo über 7 Kilometer Wasserfälle mit klarem Wasser von hellblauer Farbe zu sehen sind. Der Ort lud einem richtig ein zum Verweilen und Sein.
Am fühen Abend ging dann die Reise weiter und endete schliesslich spät in San Cristobal de las Casas. Empfangen wurde ich mit einer Kälte, die mich trotz Wolldecken die halbe Nacht frieren liess. Doch heute Morgen wurde ich mit einer mega feinen, heissen Schokolade entschädigt!
Die Stadt ist das Zentrum der Indigenas und davon sieht man hier sehr viele. Ich staune nur noch, wieviel diese Menschen mit ihren Tüchern auf dem Rücken oder auf der Vorderseite, und sonst noch auf dem Kopf transportieren können. Bei vielen Frauen schaut dann aus einem Tuch noch der Kopf des Kindes raus.
Ich liess mich heute Morgen durch den Markt treiben, der für meine Sinne ein Bad von Farben, feinen Düften von Kräutern und frischen Obst und Singsang von verschiedenen Idigena-Dialekten und Spanisch war. Ein echtes Erlebniss!

Christina

Montag, 31. März 2008

Unterwegs

Hola

Meinen Abschied in Playa del Carmen habe ich mit einem Mojito, einigen Schnappschüssen von meiner Digicamera und Salsa tanzen gefeiert. Es wurde ziemlich spät und ich war froh, dass ich wenigsten schon ein Busticket hatte.

Das Wochenende verbrachte ich in Campeche, wo ich durch meinen Reiseführer ein einfaches Hotel aber mit Charme mitten in der Altstadt fand. Das Hotel ist ein typisches Haus im Kolonialstil mit hohen Räumen. So war der Ventilator im Zimmer echt weit oben und musste volle "Pulle" geben, damit ich Wind spürte.
Die Altstadt hat durch die schmalen Strassen mit Pflastersteinen, durch die alte Stadtmauer und den Wachtürmen und dadurch, dass alle Häuser in einer anderen Farbe erscheinen eine grosse Attraktivität. Klar gibt es auch dort eine Zocalo und eine grosse Kirche. Am Sonntag war ich schon ziemlich früh am Zocalo zum Morgenessen und konnte bereits eine Kirchenmesse mitverfolgen, da diese draussen gleich neben der Kirche abgehalten wurde. Immer wenn ich am Zocalo vorbei kam, war wieder eine Messe im Gang. Dies ging bis in den Abend hinein. Die Campecher scheinen sehr christliche Menschen zu sein....
In Campeche schaute ich mir vor allem die Stadt an, besuchte Museums und war frühmorgens zum Jogging am Meer entlang. Leider gibt es in der Nähe aber keinen Strand, wobei das Meer auch nicht so attraktiv war wie in Playa del Carmen. Überhaupt hatte ich am ersten Abend den Geruch von "Pisse" in meiner Nase und dachte, was die Campecher doch für abartige Menschen sein müssen. Sind sie nicht, denn es war der Geruch des Meeres!

Inzwischen bin ich in Palenque angekommen, wo ich mir ein Hotel mit Pool leiste. Was ich morgen mache, weiss ich noch nicht, doch übermorgen werde ich auf einer Tour verschiedene Orte besuchen und schliesslich am Abend in San Cristobal ankommen.

Ich wünsche allen eine erlebnissreiche Zeit.
Christina

Donnerstag, 27. März 2008

Veraenderung

Morgen wird mein letzter Tag hier in Playa del Carmen sein. Dann heisst es packen und los geht es auf meine Reise quer durch Mexico. Mein erstes Ziel wird Campeche sein, das im Westen von Yucatan liegt. Der Beschreibung nach eine ehemalige Piratenstadt. Ich bin gespannt, ob ich noch was vom Piratenleben spuere.
Obwohl ich nun schon Reiseplaene habe, geniesse ich die Zeit hier noch. Heute habe ich in der Schule gefehlt und genoss den ganzen Nachmittag den Strand und das Meer. Da es deutlich weniger Touris hat als in der letzten zwei Wochen, ist das Strandleben wieder sehr angenehm fuer mich. Vielleicht mach ich das morgen gleich noch einmal....

Ich wuensche allen einen guten Wochenendanfang und bis bald.
Christina

Sonntag, 23. März 2008

Feiern in Merida

Im Fueherer habe ich bereits gelesen, dass jeweils ab Samstag bis Sonntagabend die Strassen um den Hauptplatz (Zocalo) fuer den Verkehr gesperrt werden. Die Restaurants stellen ihre Tische und Stuehle auf die Strasse und an verschiedenen Orten wird Live-Musik gespielt. Ich kam gestern in Genuss dieses Wochenendespektakels und auch heute waren die Strassen schon wieder gefuellt mit Musik und Tanzenden.

Gestern Nacht war ja dann auch noch die Ostermesse, die in der Kathedrale von Merida stattfand, die sich gleich beim Zocalo befindet. Es war fuer mich amuesant mitzuerleben, wie unter Begleitung von Salsamusik von der Strasse ein sehr andaechtiger Einzug in die Kathedrale des Bischofs und Co. statt fand.
Ueberhaupt nehmen es die stark glaubischen Mexikaner nicht so genau mit den Feiertagen. So erfuhr ich, dass der Karfreitag individuell praktiziert wird. Das heisst, am Karfreitag war eigentlich genauso viel Betrieb wie an einem anderen Freitag.

Jeden Sonntag wird nicht nur um den Zocalo, sondern ganze Strassen mit mehrere Hauserblocks fuer die Autos gesperrt. Die Strassen sind dann fuer Fahrradfahrer und Fussgaenger zugaenglich und an einem Ort wurde sogar eine Volleyball-Feld aufgestellt.

Ich wuensche allen noch einen schoenen, feinen Ostermontag.
Christina